Kommt man im Frühling oder Sommer nach Böhringen, fällt einem sofort auf: Störche überall. In zahlreichen Horsten stehen sie, brüten ihre Jungen aus oder öffnen ihre großen Schwingen und starten zur Nahrungssuche. Oft sieht man auch ankommende Storcheneltern mit gefüllten Schnäbeln für ihre Jungen.
Der Eindruck ist richtig: Böhringen ist ein Storchendorf. 2021 gab es in Böhringen 47 Horste mit 75 Jungstörchen. Damit war Böhringen das Dorf in Deutschland mit den meisten Storchenhorsten. Im Jahr 2025 gab schon 55 Horste.
Die Idee eines Storchenpfads für Böhringen gibt seit einigen Jahren. Thomas Giesinger, der langjährige Vorsitzende der BUND Ortsgruppe Radolfzell, hatte die Idee, den Storchenpfad als Bürgerprojekt der Stadt Radolfzell anlässlich des 750jährigen Stadtjubiläums zu verwirklichen.
Der Storchenpfad soll das Verständnis für Störche und ihr Brut- und Nahrungsverhalten vermitteln. Auf dem Spaziergang entlang des Pfads kommt man an wichtigen und öffentlich zugänglichen Horsten vorbei und er führt an weite Feuchtwiesen und das Ried. Somit ist der Storchenpfad ein unterhaltsamer und informativer Pfad für Jung und Alt.
Vor Vollendung des Pfads ist Thomas Giesinger völlig unerwartet verstorben.
Als BUND-Ortsverband Radolfzell wollen wir das Projekt in seinem Sinne weiterführen.



